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Montag, 12. März 2012

Neue blog-Adresse

Liebe Leserinnen und Leser!

Mein blog ist übersiedelt und die neue Adresse lautet: http://www.sandra-schleicher.at/blog

Ich freue mich auf Ihren Besuch und Ihre Kommentare.

Mit herzlichen Grüßen, Sandra Schleicher

Samstag, 3. März 2012

Flämmchen unterwegs


Mein Lieblingsflämmchen ist in den letzten Wochen bei jeder Gelegenheit mit dabei.

Es passt gut in die Hand und ist somit für andere unsichtbar. Ich jedoch spüre es und kann Anspannung wunderbar ableiten.

Als Kind hatte ich einen Teddy, den ich beim Marktbummel irgendwo liegen gelassen habe. Der Teddy war nicht mehr auffindbar und ich habe lange um ihn getrauert. Auch die tollsten Ersatzgeschenke konnten den Verlust nicht auffangen.


In diesem Jahr hatte ich schon einige aufregende und teilweise beängstigende Momente. Da war es eine große Hilfe, das Flämmchen bei mir zu haben. Manchen Personen habe ich mein Flämmchen auch gezeigt und erklärt, was es damit auf sich hat.

In einem Seminar fingen die Teilnehmerinnen sofort selbst zu überlegen an, welche Unterstützung sie sich holen könnten. Ideen waren dabei eine besonders schöne Halskette, ein Foto von einer sehr vertrauten Person, eine getrocknete Blume von einer bunten Blumenwiese. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Diese Hilfsmittel haben keine magische Wirkung und wenn sie mal vergessen werden, ist es auch nicht schlimm. So zum anhalten - wie es auf einer Party das Glas in der Hand bietet - sind sie jedoch super.

Sonntag, 26. Februar 2012

Abschied


Ich habe vor einigen Tagen einen langen Begleitungsprozess beendet und damit argumentiert, dass die letzten Begegnungen für mich enttäuschend waren und ich deshalb nicht mehr weitermachen möchte.



Das Thema "Abschied nehmen" ist für mich sehr schwierig und aufgrund meiner Sozialisation ist es mir beinahe unmöglich, etwas zu beenden, wenn ich die Person schätze, ihr dankbar bin, mich wohl fühle - und dennoch merke, dass es Zeit ist für den Weg in die Eigenverantwortlichkeit. Daher habe ich all meine Wut und meine Enttäuschung zusammengenommen und mich gewappnet. Die Kälte in meinem Herzen war mir unheimlich und ich fand sie auch unpassend. Es war jedoch die einzige für mich denkbare Möglichkeit, um bei meiner Entscheidung bleiben zu können.

Im Kalender von Sabine Asgodom heißt es heute:

Neunzig Prozent positives Bemühen wird kaputtgemacht mit dem Hinweis auf zehn Prozent Unvollkommenheit.

Dieser Satz trifft mich persönlich gerade sehr. Denn genau das wäre passiert, wenn mein Gegenüber es einfach hätte laufen lassen. So aber hat er mir gezeigt, dass es nicht notwendig ist, ihn böse zu finden, um Abschied nehmen zu können.

Ich darf traurig sein, mich über Erfolge freuen, von einzelnen Szenen enttäuscht sein, die gemeinsame Arbeit schätzen, ihn als vertraute Person gern haben - und dennoch abschließen.

Innerhalb kurzer Zeit erkannte ich, dass ich den Abschied nach langer erfolgreicher Zusammenarbeit nicht so kalt und hart gestalten möchte und spürte heilsame Tränen in mir, die das Eis in meinem Herzen schmelzen ließen.

Was passiert, wenn ich in meinem Leben zu sehr auf den kleinen Anteil der Unvollkommenheit, der Enttäuschung, der Unsicherheit schaue und dabei den großen Teil der positiven Begegnungen und Erlebnisse aus dem Blick verliere?

Ich nehme mir selbst die Möglichkeit, in Beziehungen authentisch zu sein und auch Schwäche zuzulassen.

Wie schön sind Begegnungen, in denen beide Seiten sein dürfen und ich mich ganz fühle!

Freitag, 24. Februar 2012

Langsamkeit

Seit einigen Tagen ist mein Tempo sehr reduziert. Ich hatte mir "einen Bruch gehoben" - ja, das kann wirklich passieren und ist kein Märchen, das ich in der Kindheit oft gehört habe. Ich wurde erfolgreich chirurgisch versorgt, es ist komplikationslos verlaufen, also technisch alles in Ordnung.

Meine Bewegungsfähigkeit war in den ersten Tagen massiv eingeschränkt und ich brauchte für gewohnte Tätigkeiten ein Vielfaches der üblichen Zeit.

Von Tag zu Tag erweitert sich mein Aktionsradius um einige wenige Zentimeter. Wie schön, wenn ich bereits in 10min fertig angezogen bin und dafür nicht mehr eine halbe Stunde brauche.

Damit ich auch jetzt, wo die Schmerzen nachlassen, weiterhin darauf achte, es langsam anzugehen, habe ich für meine Badeentensammlung einen Sheriff geschenkt bekommen. Der erinnert mich bei jeder Bewegung daran, auf keinen Fall zu übertreiben.

Durch die Achtsamkeit, die mein Körper jetzt erfordert, wird mir bewusst, dass ich meistens viel zu schnell durch den Tag gehetzt bin. Oft war es nicht genug, den Tag geplant zu haben - nein, es kamen immer noch weitere Termine hinzu, die natürlich auch noch möglich waren. Ich kann doch nicht einfach sagen, dass es mir zu viel wird!

Jetzt habe ich meinen Kalender für die nächsten Wochen vor mir liegen und merke, dass schon genügend Aktivitäten eingetragen sind. Ich werde wieder darauf achten "Sandra-Zeit" einzutragen. Das sind Zeitfenster, die mir ganz allein gehören. Da schalte ich das Telefon aus, lasse den Computer im Ruhemodus, stelle Fachbücher ins Regal zurück und halte den Tisch von Aufgaben frei. Dann nehme ich mir zwei Minuten Zeit, um zu spüren, was ich jetzt gerne machen möchte.

Ideen, die dann kommen können (je nach vorhandener Zeit):
-> ein Bad nehmen
-> auf die Couch legen und ausruhen
-> frisch kochen
-> einen Spaziergang machen
-> in einen Bezirk fahren, den ich nicht gut kenne und dort mal die Atmosphäre erleben

Mittwoch, 22. Februar 2012

Glück

Im Kalender von Sabine Asgodom steht der Satz

"Es geht nicht darum, Glück zu suchen, sondern glücklich zu sein."

Ich überlege mir gerade:

Wie viel Zeit verbringe ich damit, dem Glück nachzujagen?
Was verstehe ich eigentlich unter Glück?

Ist es der Gewinn meines Autos?
Sind es die Begegnungen mit lieben Menschen?

Woran erkenne ich, dass ich "das Glück" gefunden habe?
Und was mache ich dann mit dem ultimativen Glück?

Ich finde, es ist viel schöner, von "glücklich sein" zu reden. Da lebe ich im Augenblick, empfinde Freude und Zufriedenheit, genieße die Zeit allein und mit anderen, bin ganz bei mir und sorge gut für mich. Selbst wenn ich weine, kann ich glücklich sein, weil Tränen die Spannung abbauen und mich somit entlasten.

Glücklich sein verändert die Selbstwahrnehmung und die Bewertung der äußeren Umstände. Natürlich sehe ich es nicht als Allheilmittel für sämtliche Lebenslagen - das wäre utopisch. Unterstützend ist es aber auf jeden Fall, auf die glücklichen Lebensmomente zu achten - auch mitten im Chaos gibt es Edelsteine zu entdecken.

Wie definieren Sie Glück und glücklich sein?